30.11.2025: Was sie unbedingt über STRESS wissen sollten

„Stress komplett aus dem Leben zu verbannen, ist für die meisten Menschen ein Ding der Unmöglichkeit. Ihn geschickt zu managen hingegen nicht. Das kann man lernen.“ (Vera F. Birkenbihl)

Viele Menschen erleben Stress, ohne dass er von außen sichtbar wäre. Oft entsteht er aus Erwartungen heraus – und zwar nicht nur von denen anderer, sondern vor allem von uns selbst. Wir jagen nach Anerkennung, weil wir gelernt haben: Nur wenn ich viel leiste, bin ich etwas wert. Diese Verknüpfung brennt sich tief in unser Denken ein. Hinzu kommt: Wer Zuneigung oder Wertschätzung im Laufe seines Lebens hauptsächlich über Leistung erlebt hat, hält diese Verknüpfung in seinem Denken automatisch am Laufen. Genau hier beginnt mentaler Stress – und genau hier braucht es den richtigung Umgang mit unserem STRESS-SPANNUNGSWANDLER, dem heimlichen Energiespender in unserem Kopf.

Aktuelle Daten zeigen: Nicht der Druck von Außen ist der größte Stressfaktor für uns. Es ist ganz im Gegenteil der in jedem Menschen (egal ob jemand putzsüchtig oder Messie ist) schlummernde innere Anspruch an Perfektion. Danach folgen Schule, Studium, Beruf, gesellschaftliche Konflikte, private Verpflichtungen und Partnerschaften. Interessant ist, dass in den letzten Jahren auch zum ersten Mal der mentale Einfluss internationaler Krisen und gesellschaftlicher Spannungen auf unsere Psyche gemessen werden konnte – und das belastet manche Menschen enorm., obwohl sie mit diesen Krisen oder gesellschaftlichen Herausforderungen persönlich wenig betroffen sind. Kein Wunder: Wir sind permanent mit einer Informationsflut konfrontiert, bei der sich die Folgen von Naturkatastrophen in Fernost mit Kriegsszenarien in Afrika, der schlimmen Situation von Menschen in Amerika uns unseren eigenen Existenzängsten abwechseln. Das Schlimme ist, so denken wir: Die Dinge sind von uns selbst kaum wirklich zu beeinflussen. Diese Mischung – Dauerpräsenz von Soorgen im Kopf und Ohnmacht im handeln – ist ein perfekter Nährboden für Stress.

Dabei ist Stress grundsätzlich nichts Schlechtes. Unser Körper unterscheidet zwischen positivem Stress (oder: EUSTRESS), der unser Leben jeden Tag antreibt, und negativem Stress (auch DISTRESS genannt), der uns blockiert und überfordert. Eustress tritt bei Herausforderungen auf, die wir als machbar und lohnend empfinden, was zu erhöhter Leistungsfähigkeit und Konzentration führen und sogar der Gesundheit zuträglich sein kann. Problematisch wird es, wenn der Distress zu lange anhält. Dann aktiviert unser Geist, in dem seit Urzeiten der „Säbelzahntiger“-Schutzmechanismus* auf seinen Einsatz wartet, dauerhaft die Stressachse zwischen Gehirn und Nebenniere und schüttet im Autopilot-Modus ständig Adrenalin und andere Stresshormone aus. Kurzzeitig ist das sinnvoll – auf Dauer macht es jedoch krank, vor allem, da der muskulöse Raubkatzen-Sprinter mit beeindruckenden 20 cm langen Reißzähnen bereits seit rund 12.000 Jahren ausgestorben ist. Wichtig zu wissen ist: Die Fähigkeit, Stress auszuhalten, ist eine individuelle Stärke oder Schwäche, die stark von unserem Denken abhängt. Was uns hier von Eltern oder Vorfahren vererbt wurde, spielt zwar auch eine (wenn auch kleine) Rolle, aber viel entscheidender ist, was wir sekbst im Leben gelernt haben – wie unsere Vorbilder mit Belastungen umgingen und welche Strategien wir selbst entwickelt haben.

Der größte Irrtum ist zu glauben, dass wir Stress um jeden Preis vermeiden müssten. Stress gehört zum Leben, wie das Salz zur Erde. Entscheidend ist, wie schnell wir den inneren Schalter finden, der uns bei Stress-Situationen handlungsfähig macht, statt weiter dem „Säbelzahntiger“-Modus schutzlos ausgeliefert zu sein.

Nun fragt man sich natürlich: Was hilft da? Klare Antwort: Unser Körper ist für Stressabbau vor allem über Bewegung in der Natur programmiert. Das ist die ursprünglichste Form, negative Stressenergie abzuleiten. Ebenso wichtig sind echte, tiefe soziale Beziehungen – Gespräche, in denen man teilt, was herausfordernd ist. Und natürlich: bewusstes Abschalten, mental wie elektronisch. Wer ständig online ist, bleibt im Alarmmodus. Digitale Dauerpräsenz verhindert Ruhe und füttert Tag um Tag den Säbelzahntiger. neu.

Oft bieten sich aber auch schnelle „Lösungen“ an, die uns späterhin enorm blockieren können. Beruhigungsmittel, Alkohol oder ähnliche Strategien verschaffen höchstens kurzfristige Erleichterung, schaffen aber neue Abhängigkeiten. Entscheidend sind stattdessen kleine, wiederkehrende Entspannungsrituale, die den Kopf zurück in die Selbststeuerung bringen.

Der erste Schritt: Innehalten. Für Momente bewusst aus dem Autopilot aussteigen. Sich fragen: Wovon bin ich eigentlich wirklich gestresst? Chronischer Stress, das haben unzählige Studien belegt, entsteht häufig aus diffusen, schwer greifbaren Belastungen. Konkretisiert man sie, verlieren sie oft erstaunlich schnell ihre Macht. Genau hier liegt der mentale Schalter, der uns zurück in die Klarheit bringt. Auch im Rahmen der LERNEN. LACHEN. LEBEN.-Seminare und meiner FLEXBRAIN-Programme zeige ich, wie man diese Mechanismen erkennt, entkoppelt und so Schritt für Schritt wieder zu innerer Ruhe, Präsenz und eigener Steuerbarkeit zurückfindet.

Rainer W. Sauer, Jena im November 2025

28.09.2025: »LERNEN. LACHEN. LEBEN.« ist ab November 2025 im Programm von »ALLES IN ALLEM«!

ALLES IN ALLEM entwickelt mit Rainer W. Sauer Inhalte, die Geschichten erzählen. Und wie in jeder Geschichte, die weitergegeben wird, vermischen sich bei uns Infos mit kleinen Ausschmückungen. Deshalb produzieren wir keine Dokus sondern FACTUAL INFOTAINMENT: eine Mischform, die Wissen mit Unterhaltung kombiniert, also nicht rein dokumentarisch ist, ebenso aber auch keine reine Fiktion.

Produziert werden die ALLES IN ALLEM Beiträge im Medienzentrum Saalbahnhof im Thüringischen Jena von FORTSCHRITT.media. Ab NOVEMBER 2025 auf YouTube, Facebook, Insta, TikTok!

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29.07.2025 (= Sommerpause geht zu Ende): DAS MOSAIK DES GLÜCKS!

„Das Glück ist ein Mosaikbild, zusammengesetzt aus lauter kleinen Freuden.“ (Daniel Spitzer)

Kann man Glück Planen … oder entstehen Momente des Glücks immer spontan? Der Satz von Daniel Spitzer beinhaltet beides. Martin Seligman hat ihn mit LEBEN erfüllt, als er sagte: „Wenn wir uns die Zeit nehmen, die Dinge zu bemerken, die gut laufen, bedeutet das, dass wir im Laufe des Tages viele kleine Belohnungen erhalten.“ Und das zeigt, dass Glück ist nicht nur eine passiv erlebte Emotion ist, sondern auch eine Fähigkeit, die man LERNEN, trainieren und entwickeln kann. 

Was das Planen betrifft, so geht es dabei nicht darum, Glück zu erzwingen, sondern darum, aktive Schritte zu unternehmen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man sich glücklich fühlt. Dies kann man beispielsweise erreichen, indem man sich Ziele setzt und verfolgt, denn wenn man sie ereicht, kann dies große Glücksgefühle auslösen und bereits das Verfolgen von Zielen steigert kann eigene Selbstwertgefühl. Auch starke soziale Bindungen oder echte menschliche Verbindungen tragen maßgeblich zu Glücksgefühlen bei, denn positive Beziehungen zu pflegen können das Mosaik der Glücks komplettieren.

Auch Lebenszeit für Dinge einzuplanen, die man gerne macht und sich mit Menschen positiv auszutauschen, sich bewusst zu machen, was man bereits erreicht hat oder besitzt und dies wertschätzt, den gegenwärtigen Moment zu LEBEN, ihn zu lieben und dabei die eigenen Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und nicht zuletzt sich um seine Gesundheit zu kümmern, gehören zum Mosaik des eigenen Glücks.

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15.05.2025: Unser LEBEN wird durch stetiges LERNEN ebenso „rund“ wie durch Humor und LACHEN

„Lernen, Lachen, Leben“ – Das gehört einfach zusammen, denn zu lernen ist kein Schulfach, sondern ein Lebensprinzip. Wer sich weiterentwickeln will, der bleibt neugierig, offen und beweglich – geistig wie emotional. Genauso wie Humor und Lachen unsere Seele berühren und nähren, hält uns das Lernen über viele Jahrzehnte mental lebendig. Es bringt Erkenntnis, Wachstum und neue Perspektiven – und oft auch den oder anderen „Aha-Moment“, der uns das Herz hüpfen oder und zumindest schmunzeln lässt. Denn: Ein erfülltes Leben braucht beides – sich stetig erweiterndes Wissen, das uns weiterbringt, und freudige Leichtigkeit, die uns trägt.

08.05.2025: Wieso LACHEN im menschlichen LEBEN wichtig ist

1. Lachen als Stresslöser

Wenn wir lachen, schüttet unser Körper Endorphine aus – sogenannte Glückshormone. Gleichzeitig sinkt der Spiegel von Stresshormonen wie Cortisol. Das bedeutet: Lachen hilft uns, Anspannung abzubauen, ruhiger zu werden und schwierige Situationen besser zu bewältigen. In seinem Buch „SCHALTER IM KOPF“ beschreibt Rainer W. Sauer beispielsweise, wie ein lustiger Videoclip oder ein humorvolles Gespräch nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag wie ein „Reset-Knopf“ wirken kann.

2. Lachen verbindet Menschen

Lachen ist ansteckend – und das mit gutem Grund: Es schafft Vertrauen und Nähe. In einem gemeinsamen Lachmoment verschwinden Unterschiede, Hierarchien, sogar Konflikte. So vereinen etwa Tenzin Gyatso, er ist der 14. Dalai Lama, und der 2019 verstorbene Erzbischof Desmond Tutu in ihrem „Buch der Freude“ ihre immensen Lebenserfahrungen und die Weisheit ihrer Weltreligionen zu einer gemeinsamen Erkenntnis: Es ist die innere Freude, die unserem Dasein Liebe und Sinn verleiht – und zugleich Hoffnung und Frieden in unsere unsichere Welt bringt. Das kennt man auch aus dem täglichen Leben, in dem eine humorvolle Bemerkung die angespannte Stimmung einer Besprechung kippen lässt und die Zusammenarbeit auf einmal leichter vonstatten geht oder an Familienfeiern, wo bei lustigen Erinnerungen selbst alte Spannungen im gemeinsamen Lachen verschwinden.

3. Lachen hilft bei Krankheiten

Nicht umsonst ist Lachen sprichwörtlich „die beste Medizin“, zeigen Studien doch, dass Lachen nachweislich das Immunsystem stärkt, die Durchblutung verbessert und sogar Schmerzen lindern kann. In Kliniken gibt es daher schon lange Clowns für Kinder wie Erwachsene (u. a. im Rahmen der Aktion HUMOR HILFT HEILEN von Dr. Eckart von Hirschhausen), die mit Musik, Zauberei, Jonglage, Pantomime und Tanz entweder Heilungsprozesse unterstützen oder etwa für Krebspatienten durch regelmäßiges Lachen Linderung bringen. Der Schriftsteller und Karikaturist Robert Gernhardt beschrieb es kurz vor seinem Tode mit den Worten „Totsein hilft nicht wirklich weiter. / Überleben wär gescheiter. / Jedem Heute folgt ein Morgen, / Also gilt es vorzusorgen. / Besser ist’s, den Darm zu spiegeln, / Als das Leben zu besiegeln. / Klüger ist’s, den Krebs zu schneiden, / Als das Sterben zu erleiden. / Doch gilt selbst in der letzten Nacht / Tumor ist, wenn man trotzdem lacht!“.

4. Lachen schenkt Perspektiven

Humor erlaubt es uns, Distanz zum Ernst des Lebens zu gewinnen. Wer über sich selbst lachen kann, verliert nicht so leicht den Mut und kommt z. B. als Redner beim Publikum authentischer an. Gerade in Krisenzeiten, etwa während der Pandemie, war es oft der Humor, der Menschen half, durchzuhalten und Hoffnung zu bewahren. Denn LACHEN ist ein lebenslanges kostenloses Wundermittel – für die Seele, den Körper und das Miteinander. Es erinnert uns daran, dass wir uns trotz aller Schwere des Lebens auch leicht und unbeschwert fühlen dürfen.

11.04.2025: Weshalb LACHEN zum LERNEN mit dazugehört

LACHEN gehört zum LERNEN, weil es dein Gehirn aktiviert, Stress reduziert und eine positive Atmosphäre schafft. Es fördert Kreativität, steigert die Motivation und erleichtert das Abspeichern von Informationen. Vera F. Birkenbihl betonte oft, dass entspanntes Lernen effektiver ist. Sie erklärte, dass unser Gehirn in einem lockeren Zustand (= dem sog. ALPHA-ZUSTAND) besonders aufnahmefähig ist. Und Humor hilft dir, diesen Zustand zu erreichen. Wenn du lachst, entspannst du dich. Es baut Stress ab und dein Geist ist offen für neue Informationen.

Gehirn-genial zu lernen bedeutet auch, Lerninhalte spannend und unterhaltsam zu gestalten – das ist mein Part als dein Trainer und Coach im GEHIRN | GENIAL | LABOR. An dir ist es, dich darauf einzulassen und die Motivation kreativen Denkens zu erLEBEN. Außerdem: Wer lacht, lernt leichter, weil positive Emotionen das Erinnern erleichtern. Das kann man sogar im „Buch der Freude“ von seiner Heiligkeit dem Dalai LAMA und Erzbischof Desmond TUTU nachlesen.

Also: Wer ab und zu einmal lacht (… auch über sich selbst …), fühlt sich wohler, traut sich mehr und bleibt engagiert. So wird Lernen nicht nur effektiver, sondern auch menschlicher – und das ist die beste Grundlage für nachhaltiges Wissen. Deshalb sollte Lachen kein „Störfaktor“, sondern ein fester Bestandteil des Lernprozesses sein.